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Regionalverband Südniedersachsen – Pressemitteilung 21.05.2012
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21.05.2012

Metropolraum Göttingen europaweit im Blickfeld

Bundesinstitut mit Sitz in Bonn bewertet Chancen der Region positiv – Wissenschaft prägt Entwicklung

Foto zur Pressemitteilung
Dr. Gerd Cassing

Osterode. Wer in Göttingen selbst oder in der Entfernung von bis zu einer Autostunde zur Universitätsstadt entfernt arbeitet, darf sich zum „Metropolraum Göttingen“ gehörend fühlen. Und der liegt im Blickfeld privater und öffentlicher Investoren und damit in einer Region, die gut aufgestellt in die 2013 beginnende neue EU-Strukturförderperiode starten: Das zumindest zeigt eine Untersuchung des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR, Bonn) über „Metropolräume in Europa“.

Während einer Regionalkonferenz im Ratssaal der Stadt Osterode am Harz erläuterte der wissenschaftliche Mitarbeiter des Regionalverbandes Südniedersachsen, Dr. Gerd Cassing, die Kernaussagen dieser bislang wenig beachteten Studie. In seiner Darstellung ging Cassing zunächst der Frage nach, ob es für Göttingen und sein Umland nicht als anmaßend gewertet werden könne, im europäischen Wettbewerb der Regionen ein eigenes Profil entwickeln zu wollen. Vor mehr als achtzig Verantwortlichen, unter ihnen Bundestags- und Landtagsabgeordnete, Landräte und der Göttinger Oberbürgermeister Wolfgang Meyer, wies Cassing darauf hin, dass das BBSR europaweit immerhin 8.400 Standorte detailliert untersucht habe. Erhoben und bewertet wurden für die Regionalentwicklung besonders wichtige Aspekte aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Verkehr und Kultur. Als beste von insgesamt 21 Regionen erhielt London den Höchstwert mit 100 Prozent. Ebenso wie Paris, Moskau, Brüssel, Rhein/Ruhr, Wien, Rhein/Main und Berlin ist London „Metropolraum mit umfassender funktionaler Vielfalt“.

Titelblatt der Studie

Als zweite Ebene hat das Bundesinstitut 19 Metropolräume mit hoher funktionaler Vielfalt und 67 Metropolräume mit eingeschränkter Vielfalt untersucht. Auf dieser dritten Ebene findet sich Göttingen einschließlich Nordhessens wieder. Einschließlich einer vierten Ebene kommt diese Region unter 125 untersuchten Großräumen europaweit immerhin auf Position Platz 103 – darunter befinden sich sechszehn in Deutschland. Cassing spricht sich deshalb dafür aus, diese herausragende Rolle des Metropolraums Göttingen in Europa durchaus selbstbewusst wahrzunehmen und die damit verbundenen Chancen zu nutzen. Ausschlaggebend für die gute südniedersächsische Platzierung ist der Bereich „Wissenschaft“. Im Bundesvergleich schneidet der Metropolraum Göttingen bei dem Anteil der Studierenden und der wissenschaftlich Beschäftigten an der Gesamtbevölkerung überdurchschnittlich gut ab. Beim Anteil der Beschäftigten mit Hochschul- oder Fachhochschulabschluss ist die Region allerdings nur Durchschnitt – das gilt auch für den Anteil der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in sogenannten „kreativen Branchen“.

Nach Cassings Darstellung haben diese Daten weit mehr als statistischen Wert. Sie werden nach seiner Darstellung von Unternehmen bei Investitionsentscheidungen in steigendem, Maße beachtet. Darüber bieten sie die Grundlage für politische Entscheidungen in der nächsten, im Jahr 2013 beginnenden Förderperiode. Cassing: „Eine kluge Strukturpolitik muss alles daran setzen, wissensintensive Branchen im Fertigungs- und Dienstleistungssektor zu unterstützen. Angesichts des drohenden Fachkräftemangels bedarf es zudem einer nachhaltigen Stärkung von Aus- und Weiterbildung.“

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