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Regionalverband Südniedersachsen – Pressemitteilung 28.12.2010
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28.12.2010

Kommunen allein sind überfordert: Rettung der Infrastruktur nur gemeinsam

„Stadtumbau West“ in Hessen: Kooperationen von Kommunen werden finanziell gefördert – Hälfte der Laufzeit erreicht

Foto zur Pressemitteilung
Heiko Körner (Foto: Dirk Spenn)

Northeim. Auf den Bevölkerungsrückgang sowie die im ländlichen Raum zu beobachtenden Veränderungen im Altersaufbau der Bevölkerung hat die Politik in Hessen mit der Umsetzung von Maßnahmen im Rahmen des Bund-Länder-Programms „Stadtumbau West“ reagiert. In die Realisierung zukunftsorientierter Konzepte in 14 Einzelstandorten sowie 17 kommunalen Kooperationen wurden seit Dezember 2005 mehr als 100 Millionen Euro investiert – Städte und Gemeinden hatten einen Eigenanteil von rund einem Drittel der Gesamtsumme aufzubringen.

In der Stadthalle in Northeim stellte Heiko Körner von der Hessen Agentur GmbH in Wiesbaden das Vorgehen am Beispiel der Kooperation der gemeinsam 14.000 Einwohnerinnen und Einwohner zählenden Orte Sontra, Herleshausen und Nentershausen vor. Wichtigstes Element ist das enge Zusammenspiel privater und öffentlicher Akteure. Durch die Bündelung der Möglichkeiten verschiedener Finanzierungsquellen gelang es in den vergangenen Jahren, zwischen den beteiligten Kommunen neue Radwege anzulegen, in Nentershausen eine Bergarbeitersiedlung und in Herleshausen die Ortsmitte zu sanieren. Außerdem wurde ein Konzept zur Entwicklung der Barrierefreiheit erarbeitet und ein interkommunales Leerstandsmanagement für Ladenlokale etabliert. Nach Angaben Körners wurden Beiträge zur Verbesserung der Breitbandversorgung geleistet. Ein Konzept „Wohnen im Denkmal“ wurde umgesetzt und ein Regelwaldprojekt konzipiert.

Auf Einladung der Regierungsvertretung Braunschweig und des Regionalverbandes Südniedersachsen referierte Körner im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Auf den Ortskern kommt es an“ zum Thema „Interkommunale Kooperation als strategischer Ansatz des Programms ´Stadtumbau in Hessen`“

Nach Einschätzung des Referenten zählt die Bereitschaft zur interkommunalen Zusammenarbeit zu den Erfolgsfaktoren des Programms. Für viele der in den vergangenen fünf Jahren gestarteten Initiativen hätten die Kommunen allein gar nicht die Kraft aufbringen können. Gemeinsam aber sei es möglich gewesen, die Attraktivität der Ortskerne und damit auch der Lebensqualität in der Fläche zu steigern. Das schrittweise entwickelte Selbstverständnis gehe davon aus, dass nicht der einzelne Ort die Infrastrukturangebote vorhalten könne, sondern nur die Region. So gelang es die vorhandenen Gewerbeflächen planerisch in einem Pool zusammenzufassen.

Körner erläuterte vor mehr als 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Veranstaltung, das Programm habe gerade die Hälfte seiner Laufzeit erreicht. Zu den weiteren Planungen gehörten die Belebung von Städtepartnerschaften und die Etablierung von Warenbringdiensten zur Sicherung der Nahversorgung in der Fläche.

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