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Weitere Aufgaben für die Bildungsregion Göttingen

Sprachförderung für Kinder und Jugendliche aus Zuwandererfamilien im Mittelpunkt – Regionalkonferenz am Dienstag in Herzberg

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Bernhard Reuter, Dr. Marco Schmidt, Rüdiger Reyhn und Sebastian Latte bei der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung (Foto: Spenn)

In der Koordination der Sprachförderung soll die Bildungsregion Göttingen im Regionalverband Südniedersachsen künftig eine größere Rolle spielen: In seinem Rechenschaftsbericht für das Jahr 2015 betonte Göttinger Landrat Bernhard Reuter in Herzberg, die Integration von Kindern und Jugendlichen aus Zuwandererfamilien könne nur gelingen, wenn sie rasch die deutsche Sprache erlernten.

Während derzeit in vielen Sprachförder- und Sprachlernklassen noch freie Kapazitäten bestünden, wird sich dies nach Reuters Einschätzung spätestens dann ändern, wenn mehr Menschen aus den Erstaufnahmeeinrichtungen entlassen und den Kommunen zugewiesen würden. Die dabei entstehenden Koordinierungsaufgaben könne die Bildungsregion nach Abstimmung mit der Landesschulbehörde und dem Kultusministerium übernehmen. Reuter während der Regionalkonferenz des Regionalverbandes am Dienstag im Welfenschloss: „Wir hoffen auch auf Unterstützung aus dem bereits im September angekündigten Bundesprogramm ´Bildung ist der Schlüssel`. Obwohl eigentlich der Start schon Anfang Januar 2016 erfolgen sollte, kennen wir immer noch keine Antragsdetails.“

Im Rahmen der Regionalkonferenz unterzeichneten Reuter und Verbandsgeschäftsführer Rüdiger Reyhn eine Kooperationsvereinbarung mit Dr. Marco Schmidt, Projektleiter der „Transferagentur kommunales Bildungsmanagement“. Die in Osnabrück angesiedelte Transferagentur wird den Regionalverband künftig bei der Entwicklung der Bildungsregion auch beim Thema Sprachförderung beraten.

Einstimmig verabschiedete die Regionalkonferenz, die sich aus den Hauptverwaltungsbeamten der südniedersächsischen Landkreise, der Stadt Göttingen sowie der kreisangehörigen Städten und Gemeinden zusammensetzt, den rund 300.000 Euro umfassenden Wirtschaftsplan des Jahres 2016. Reuter und die Ersten Kreisräte Dr. Hartmut Heuer (Northeim) und Gero Geißlreiter (Osterode am Harz) sowie der Göttinger Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler wurden einstimmig für zwei Jahre zu Vorsitzenden bzw. stellvertretenden Vorsitzenden des Regionalverbandes gewählt.

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